Vietnam

Emsiges Treiben in den Metropolen Ho Chi Minh (Saigon) und Hanoi, atemberaubende Natur in den Fluss-Welten des Mekong und Roten Flusses – eine Vietnam Reise begeistert mit ihren Gegensätzen. Die Einreise ist jedoch streng geregelt, hier erfahren Sie alles um ein Visum für Vietnam zu beantragen.

Mystisches Vietnam

Die malerische Ha Long Bay in Vietnam

Reise-Informationen Vietnam

Visum für Vietnam – Die Einreise in die Sozialistische Republik Vietnam unterliegt strengen Bestimmungen. Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen in der Regel für alle Reisen ein Visum beantragen. Die Beauftragung eines Visum-Service und die Versendung der für die Visa benötigten Dokumente per Post ist möglich.

Vietnam: aufblühendes Land voller touristischer Vielfalt & wechselvoller Geschichte
Das neue Vietnam, von dem Touristen schwärmen, erwartet uns mit glitzernden Reisfeldern, lebendigen Metropolen, ehrwürdigen Pagoden und weißen Stränden. Der touristische Boom, den Vietnam seit mehr als 10 Jahren erlebt, wird auch dadurch verstärkt, dass Vietnam heute als friedliches Land mit niedriger Kriminalität gilt – im Gegensatz zu manch anderen Ländern Asiens.

Aber das war nicht immer so – und mancher denkt wohl, Vietnam bestehe aus Kratern und Überresten der kriegerischen Vergangenheit oder wenigstens Kommunismus und Armut. Gefüttert von den Fantasien, die vielleicht Oliver Stones mit dem Film Platoon ins kollektive Bildbewusstsein einschrieb. Mit Willem Dafoe als prominentestem Sterbenden auf den Schlachtfeldern des Vietnam-Kriegs, dank jener berühmten, beschwörenden, zum Himmel gerichteten Geste der ausgebreiteten Arme. Denn auf Vietnam lastet die Geschichte schwer. Und man kann auf ihren Spuren wandeln. Möglich ist aber auch, sich einzig und allein von den Schönheiten der vietnamesischen Natur beeindrucken zu lassen.

Paradiesische Welten: Vietnam – ein wunderbares Land im Umbruch
Wer das sich rasant entwickelnde Land im Umbruch kennen lernen will, sollte dabei nicht bloß Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt oder die Zentren besuchen. Sondern sich auch die traumhaften Landschaften und das klassische Vietnam ansehen: das erhabene Delta des Roten Flusses oder des Mekong – wo man Reisfelder und Bauern mit Büffeln findet. Auch die Kalksteininseln der Ha Long-Bucht oder die Nationalparks mit ihrer unglaublichen Fauna und Flora belohnen fürstlich mit fantastischen Eindrücken. Seit dem Doi Moi – den seit 1986 eingeführten marktwirtschaftlichen Reformen, der wirtschaftlichen Liberalisierung sowie dem folgenden politischen Doi Moi – sind die Beziehungen zu den westlichen Industrienationen so gut wie nie. Und die Zeit für touristische Besuche Vietnams könnte nicht besser sein.

Klima: große Unterschiede zwischen Nord- und Südvietnam
Zwischen Norden und Süden des lang gestreckten pazifischen Küstenstaates differiert das Klima enorm. Findet sich im Norden ein gemäßigtes tropisches Wechselklima mit Kühle von November bis April und Hitze von Mai bis Oktober, zeigt sich der Süden tropisch: Das ganze Jahr über ist es hier warm bis sehr heiß, nur von November bis Januar kühlt es etwas ab. Von Mai bis Oktober ist Regenzeit: Dann wüten im Mekong-Delta häufig Taifune, gefolgt von Überschwemmungen.

Touristische Highlights: Naturschönheiten, traditionsreiche Bauten, authentisches Leben

Vietnam bietet eine unvergessliche Vielfalt an besonderen Eindrücken:

  • Angkor Wat: Der größte Sakralbau der Welt bietet Einzigartiges. Riesige Steingesichter der Bayon und mehr der komplexen Anlage sorgen für dauerhafte Impressionen.
  • Ho-Chi-Minh-Stadt: Das alte Saigon bezaubert mit seiner Lebendigkeit und übervollen Geschichte; ein verrücktes Getümmel, mehr und mehr international – aber auch zutiefst vietnamesisch.
  • Altstadt in Hanoi: Jahrhunderte alt – hier trifft faszinierende Vergangenheit auf geschäftiges 21. Jahrhundert.
  • Mekong-Delta: dichte Besiedelung, Wasserwelten mit Kanälen und breit gefächerten Flussarmen prägen hier die Bilderwelt aller Besucher, die am liebsten etwas abseits von ausgetretenen Pfaden auf Entdeckung gehen.
  • Con-Dao-Inseln: Natur, Tauchen, abgeschiedene Strände und die seltene Suppenschildkröte – die Inselgruppe bietet Einsamkeit und Camping-Strände für alle, die Ruhe suchen.
  • Hue: Die frühere Hauptstadt zeigt sich liebenswürdig, wunderschön am Parfumfluss gelegen und Touristen gegenüber aufgeschlossen.
  • Cat-Tien-Nationalpark: Eine Kulisse wie direkt aus „Apocalypse Now“ entsprungen – Wandern, Rad fahren, Flora und Fauna erkunden bieten sich an.
  • Mai Chau: Grüne Flora, ruhige Reisfelder, gastfreundliche Dörfer im Mai-Chau-Tal, nächtigen in den traditionellen Pfahlhäusern nach Trekking oder Mountainbiking machen Touren zum unvergesslichen Erlebnis.

Vietnam-Konflikt unter der Erde: die Tunnel von Cu Chi für Touristen
Vor den Amerikanern führten schon die Franzosen in Vietnam einen Okkupationskrieg – wer also auf den Pfaden der Geschichte wandeln will, kann das in Vietnam ausgiebig tun. Sogar unter der Erde: In den Tunneln von Cu Chi, die schon unter den Franzosen entstanden und die vom Vietcong zu ganzen unterirdischen Städten mit Schulen, Lazaretten, Schlafstätten und Büros unter der amerikanischen Besatzung ausgebaut und mit Fallen gesichert wurden, harrten die Vietnamesen bis zum Kriegsverlust der technisch überlegenen Amerikaner aus. Teile der Tunnel wurden für Touristen extra vergrößert – und sind zugänglich. Und man kann sogar ein einfaches Vietcong-Mahl unter Tage serviert bekommen, in einem der unterirdischen Kommando-Center.

Visa: für alle Ausländer nötig – als Touristen- oder Geschäftsvisum
Jeder Ausländer benötigt für Vietnam eine Visum – in der Regel für 4 Wochen ausgestellt, zur einmaligen Einreise. Kinder, die noch in den Pass der Eltern eingetragen sind, brauchen kein Visum, solche mit eigenem Reisepass allerdings schon.

Die Bearbeitungszeit der eingereichten Unterlagen für ein Visum bei der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam beträgt ca. eine Woche. Als Antragsunterlagen einzureichen sind:

  • Reisepass im Original – mit mindestens 1 Monat Gültigkeit über das Ende der Reise hinaus
  • ein aktuelles Passfoto
  • die Visa-Gebühr mit unterschriebenem Verrechnungs-Scheck oder Bargeld
  • ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag – für Post-Zusendung

Geschäftsreisende und Investoren können Geschäftsvisa für die Dauer von bis zu einem Jahr zur einmaligen oder mehrfachen Einreise ausgestellt erhalten. Darüber hinaus ist eine behördliche Einreisegenehmigung erforderlich, die für gewöhnlich vom vietnamesischen Geschäftspartner beantragt wird und die der Geschäftsreisende anschließend zusätzlich bei der Botschaft vorlegt.

Impfung und Gesundheit: Vorsorge ist gefragt
In Vietnam herrscht tropisches Klima – entsprechend sollten die Reisevorbereitungen sein. Dazu zählen vollständige Standard-Impfungen nach Robert-Koch-Institut für Kinder und Erwachsene: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Mumps, Masern, Röteln sowie Influenza. Hepatitis A wird zusätzlich empfohlen, Hepatitis B und Typhus sowie Japanische Encephalitis bei längeren Aufenthalten oder besonderem Kontakt.

Weitere Risiken: Malaria, Dengue-Fieber etc.

Aber auch Dengue-Fieber, Malaria, Durchfallerkrankungen, HIV, Tollwut und Tuberkulose spielen in Vietnam eine Rolle. Für alle Reisenden gilt deshalb: Wenden Sie sich vor Reiseantritt an Ihre Krankenkasse – und schließen Sie eine Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung ab. Mit Kostenvorlage für Ihre Behandlung müssen Sie rechnen. Auch tropenmedizinische Beratungsstellen – Infos z. B. unter: www.dtg.org – sollten konsultiert werden.
Weiterführende Infos unter: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/Nodes/VietnamSicherheit_node.html

Bild: By Slaza : Sándor Laza (Own work) [CC-BY-SA-3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons