Unendliche Weiten – Jütland als Herz des Dänischen Königreiches

Seeland, Grönland und die Färöer. Zu Dänemark gehört eine Vielzahl von Inseln, die sich im Nordatlantik von Europa bis Amerika erstrecken. Als Dreh- und Angelpunkt des skandinavischen Staates gilt jedoch die Halbinsel Jütland, welche im Süden an das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein grenzt. Hier findet sich nicht nur das dänische Kulturzentrum Kopenhagen wieder, sondern zudem auch ein Großteil des dänischen Kultur- und Naturschatzes.

Jütland DänemarkEin unbestreitbarer Vorzug für Reisende sind dabei Jütlands weiten Ebenen. Da die moderaten Steigungen wie geschaffen sind für sportliche Betätigungen, offerieren sie zum einen Fahrradbegeisterten, Wanderlustigen und Joggern ein ungeahntes Ausmaß an angenehmen Tourrouten. Zum anderen verspricht das malerische Panorama Urlaubern aber auch wunderschöne Urlaubsimpressionen.

Grünflachen, saubere Strände, sowie traumhafte Szenerien der dänischen Halbinsel inspirieren, faszinieren und motivieren zu einem Aufenthalt inmitten südskandinavischer Gefilde. Quartiert man sich dann noch in einem adäquaten Ferienhaus ein – In Dänemark gibt es hiervon sogar mehr Ferienhäuser als Hotels – steht einem erholsamen Urlaub in freier Wildnis. Das beste an den dänischen Ferienhäusern ist jedoch: Die Preise sind meist auch weit unter dem eines normalen Hotels! Für diejenigen, die sich gerne für eine Weile im Naturidyll Dänemarks niederlassen wollen – kann man sich z. B. hier Informieren über die entsprechenden Angebote.

Die Heimat von Reisenden und Kaufleuten

Ihren Namen hat die Region Jütland dem gleichnamigen Volk der Jüten zu verdanken. Der westgermanische Stamm war in Sachen Siedlungsgeschichte äußerst aktiv und ließ sich neben dem dänischen Festland auch in England nieder. Ebenfalls von besonderer Bedeutung für die sogenannte Halbinsel Dänemarks ist der Volksstamm der Kimbern, einem weiteren Germanenvolk, dessen Besiedelungswanderung sich bis in die Schweiz, Frankreich und Italien verfolgen lässt.

Dass Jütland in gewisser Weise als ‘historischer Wanderpfad’ zu verstehen ist, hat durchaus seine Gründe. Aufgrund seiner flachen Landmasse bildete die skandinavische Halbinsel eine ideale Seebrücke zwischen Nordeuropa auf der einen und Mittel- bzw. Südeuropa auf der anderen Seite. Händler, Siedler Raubritter und Reisende der unterschiedlichsten Art kamen demnach nicht umhin, die ebenen Marschen im Westen der Nordsee zu passieren, wenn sie von einem ins andere der genannten Gebiete übersetzen wollten.

Auch heute noch ist die herausragende Stellung, die Jütland im Handels- und Reiseverkehr des Altertums zukam, noch deutlich zu spüren. So beherbergt Kopenhagen zum Beispiel eine Reihe internationaler Hafenunternehmen, die eine wichtige Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe oder Frachter aus aller Welt sind. Die jütische Halbinsel jedoch einzig auf ihren wirtschaftlichen Wert zu reduzieren, würde dem südskandinavischen Staat nicht gerecht werden.

Die Stadt der Dichter, Denker, Künstler und Weltverbesserer

Mit einer Gesamtheit von über zehn Fachhochschulen im Bereich der Literatur, Creative Arts und Musik beweist Jütlands Hauptstadt Kopenhagen, dass die Halbinsel bei Weitem mehr zu bieten hat als das Import- und Exportgeschäft. Alleine die jährlichen Musik- und Theaterevents gestalten sich derart umfangreich, dass ein Liebhaber der darstellenden Künste garantiert auf seine Kosten kommt. Darüber hinaus ist das Angebot an Museen, internationalen Veranstaltungen und Bibliotheken definitiv eine Kulturreise wert.

Wer nun aber glaubt, Kopenhagens Schätze wären damit schon offen gelegt, der irrt. Seit einigen Jahren gilt das Zentrum dänischen Lifestyles nämlich auch Plattform für Innovationen, die sich mit dem Thema Social Engineering befassen.

Ein Geheimnis ist es nicht, dass die Nordlichter in Sachen Gesellschaftspolitik dem Rest der Welt um einiges voraus sind. Die aktive Einbindung sozialer Berufsgruppen ins alltägliche Leben nahm hier ihren Anfang und reicht heute von pädagogischen Fachkräften in Schulen und Universitäten bis hin zu Sozialberatern in Firmen und Betrieben. Kaum verwunderlich ist da die Beliebtheit der dänischen Work-Life-Balance Philosophie. Eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat dabei, ebenso wie die Wahrung privaten Freiraums, oberste Priorität.

Ähnlich ambitioniert zeigt sich Kopenhagen auch im Umweltschutz. Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang nicht allein durch die Nutzung der weitläufigen Seegebiete für Windparks gewährleistet. ‘Green Living Strategien’ wie das Kopenhagener Citybike Projekt stellen darüber hinaus sicher, dass sich die Energiewende auch auf dem Festland stetig vorwärts bewegt.

Wer sich bei seinem eigenen Lifestyle also von innovativen Ideen inspirieren lassen will, der ist im Jütland, dem Herzen Dänemarks genau richtig!

Bild: (c) Guillaume Baviere via Flickr